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Medizinische Hilfe für Mütter und Kleinkinder

Im Zentrum des Tschad liegt das Gueragebiet. Laut einer Statistik aus dem Jahr 1990 starb dort jedes dritte Kind vor Erreichen des fünften Lebensjahres. Wir sahen darin eine Herausforderung.

In den Jahren von 1993 bis 1998 entstand im Rahmen der Poliklinik von Bitkine unter der Leitung unserer damaligen Missionarin Damaris Beck-Utermann der Arbeitszweig "Mutter- und Kindbetreuung". Ziel war es die Gesundheit von Frauen und Kleinkindern bei Schwangerschaft, Geburt und Säuglingspflege zu fördern. Die größten Probleme stellen bei den Säuglingen Durchfall, Unterernährung, und Kinderkrankheiten dar und bei Frauen die Komplikationen während der Schwangerschaft und in der Zeit um die Geburt.
Damaris ist Krankenschwester und Hebamme. Es gelang ihr zusammen mit einer einheimischen Hebamme, mehr als 50 tschadische Frauen als Hilfshebammen und Gesundheitsfürsorgerinnen auszubilden. Die unterrichteten Themen waren: menschlicher Körper, Schwangerschaft, Geburt, Säuglingspflege, Entwöhnung und Ernährung des Kleinkindes, Mangelernährung, Durchfall, orale Rehydration, Parasiten der Verdauungswege, Hygiene des Wassers, Kinderkrankheiten, Impfungen, AIDS, Zahnhygiene.
 
Eine einheimische  Hebamme setzte seit 1998 die Arbeit mit den Hilfshebammen fort. Im Jahre 2005 unterrichteten diese dann wiederum etwa 7000 Frauen in einem Einzugsgebiet von 400 Dörfern und Stadtvierteln. Die 52 ausgebildeten Hilfshebammen haben Frauen in ihren Dörfern bei 234 Geburten beigestanden.