Das Land Tschad

Einige Informationen über Geschichte und Politik
Jahrtausendealte Felszeichnungen zeigen, dass auch der trockene Norden einmal fruchtbar war. Das Vordringen der Wüste schiebt die Völker, die Viehzucht und Ackerbau treiben, bis heute immer weiter südlich. Die politischen Grenzen des Landes Tschad wurden vor ca. 100 Jahren von den Kolonialmächten festgelegt und führen immer wieder zu Problemen.
Im Jahr 1960 wurde das Land von der Kolonialmacht Frankreich unabhängig.
Seit etwa dem 11. Jahrhundert breitet sich der Islam vom Norden her aus. Staatsprache ist Französisch. Tschadarabisch wird zunehmend wichtig.
Die Hauptstadt heißt N'Djamena. Präsident des Landes ist seit 1.12.1990 Idriss Deby.

Geographie und Klima
Die Republik Tschad ist mehr als dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Das Land hat keinen Zugang zum Meer was den Handel und Transport sehr erschwert. Die umliegenden Länder sind Libyen, Niger, Nigeria, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Sudan. Das Land besteht etwa zur Hälfte aus der lebensfeindlichen Wüste und Halbwüste (Sahara) im Norden,  Dornstrauch- und Trockensavanne (Sahelzone) in der Mitte, und dem tropisch-feuchten Süden. Die Jahreszeiten sind geprägt durch die Regenzeit (Juni - September), den "Winter" (Oktober-Februar) mit seinem trockenen Wüstenwind "Harmattan" und der Hitzeperiode (März-Mai).

Bevölkerung
Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. Etwa 80% der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Die Bevölkerung wurde 2003 auf 9,25 Mio. geschätzt. Der trockene und gebirgige Norden ist nur sehr dünn besiedelt.
Mit 120 Sprachen gehört der Tschad zu den sprachenreichsten Ländern der Erde. Viele dieser Sprachen sind noch unerforscht und haben noch keine Schriftsprache.

Religiöse Zugehörigkeit:ca.
55% Islam, 15% katholische Christen, 15% evangelische Christen, Naturreligion und Andere 20%.